February 2010
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Zwischen Kitsch und Kunst: Avatar

Mit den Gedanken werden fremde Körper gesteuert, während der eigene Körper an irgendwelche technischen Geräte angeschlossen ist. Kampfroboter und schwere Infanterie rücken mit futuristisch anmutender Luftunterstützung gegen den Feind vor. Ein Mann verliebt sich in die Frau eines fremden – eigentlich feindlichen – Volkes. Und in epischen Schlachten kämpfen Menschen gegen Gestalten aus dem Fantasy-Bereich. Wem diese Szenen bekannt vorkommen, hat vermutlich Matrix, Star Wars, Pocahontas und Herr der Ringe gesehen. Oder Avatar, den neuen Film der Titanic-Macher.

Die Story habe ich oben bereits angeschnitten und sie ist auch schnell erzählt: Um das Jahr 2150 herum betreibt ein Konsortium auf einer fremden Welt – Pandora – eine Mine, um einen Rohstoff namens Unobtainium abzubauen. Der Haken: Erstens wird der Planet – der von dichtem Wald bedeckt ist – bereits von den Na’vi bewohnt. Zweitens sind diese Na’vi ein Naturvolk, welches nicht an einem Abbau der Rohstoffe interessiert und daher den Raubbau betreibenden Menschen nicht grade freundlich gesinnt ist.
Um dieses Problem zu beheben wurden Wesen aus Na’vi-DNA geschaffen, die den Na’vi äußerlich stark ähneln, allerdings von Menschen gesteuert werden können. Diese Wesen sollen das Vertrauen der Na’vi gewinnen und ihnen den Lebensstil der Menschen näher bringen.
Jake Sully ist einer der Personen, die ein solches künstlich geschaffenes Na’vi-Wesen – den Avatar – steuern dürfen. Auf seiner ersten Expedition verirrt er sich allerdings und wird daraufhin von den Na’vi langsam in deren Mitte aufgenommen. Während Sully den Na’vi allerdings immer näher kommt, bereitet der leitende Militär – Colonel Quaritch – einen vernichtenden militärischen Schlag gegen die technisch weit unterlegenden Na’vi vor.

Die Story an sich ist solide, aber nicht sonderlich überragend und auch nicht grade von überraschenden Wendungen geprägt. Die Stärke des Films liegt zum einen in seiner Aufzeichnung in 3D, zum zweiten in den überwältigenden Bildern und der liebevollen Ausgestaltung der Pflanzen und Lebewesen auf Pandora. Auch wenn die Bilder zeitweilig ziemlich kitschig anmuten – ein bunt leuchtender Wald und Moos, welches grün blinkt wenn man darauf tritt sind sicher nicht jedermanns Sache – ist es James Cameron doch gelungen, einen großartigen Film zu schaffen, der 2:40 Stunden Unterhaltung pur bietet.
Und so bleiben am Ende nur wenige Fragen offen: Warum stattet man einen ultramodernen Kampfroboter mit einem überdimensionierten Bowiemesser aus? Müssen die Menschen in den Kampfrobotern die Beine bewegen? Und wie kommt eigentlich das Wasser in die Wasserfälle auf den fliegenden Inseln auf Pandora?

Fazit: Ein vor allem technisch begeisternder Film mit solider Story. Jedenfalls das beste Kinoerlebnis seit Gran Torino, reinschauen lohnt sich.

Datensatz Mensch

Die FAZ hat heute in ihrem Feuilleton einen lesenswerten Artikel:

Der Mensch wird zum Datensatz

[...]

Immer mehr Facetten des Lebens finden online oder von Computern erfasst statt, werden zugänglich und gespeichert. Dank drastischer Verbilligung von Speicher- und Verarbeitungskapazitäten werden Algorithmen praktikabel, die in großen Datenmengen von Millionen Nutzern noch die entlegensten Zusammenhänge aufspüren können: Death-Metal-Fans über fünfunddreißig Jahren, die sich für Spanien-Reiseführer interessieren, bestellen überdurchschnittlich oft Babywindeln und Schnuller online. [...]

Weiter bei faz.net

Der verlinkte Artikel stammt aus der Feder von Frank Rieger. Laut dem Infokasten der FAZ ist dieser Sprecher des CCC, allerdings findet man in aktuellen Berichten im Internet auch die Bezeichnung “ehemaliger Sprecher des CCC”.  Ich habe keine Ahnung, welche Bezeichnung richtig ist. Der Qualität des Artikels tut das aber auch keinen Abbruch.

Alt vs. neu…

…oder:

Kleines_A70 vs. Kleines_GT-S5230

Das Siemens A70 gegen das Samsung  GT-S5230. Ja, ich habe ein neues Spielzeug. Und Überraschung: Es erfüllt sogar ansatzweise moderne Standards ;)
Zu den Vor- und Nachteilen:

Pro:

  • Mehr als 12 Stunden Akkulaufzeit im Standby-Modus
  • Speicher für mehr als 50 SMS
  • Farbdisplay

Contra:

  • Immer noch kein W-LAN (Das war mir einfach keine 100 Euro mehr wert; Beim nächsten Mal…)

10 Jahre Vergewaltigung des Niveaus

Vor kurzem habe ich eine Werbung auf RTL2 gesehen. Eine ganz besondere Fernsehshow feiert bald ihren zehnten Geburtstag. Die Rede ist – natürlich – von Big Brother.

Ich gebe zu: Die erste Staffel habe ich sogar verfolgt. Wie das eben immer so ist: Die voyeuristischen Triebe des Durchschnitts-TV-Konsumenten trieben mich dazu. Eine neue Sendung, hoher Werbeaufwand: Man könnte ja etwas verpassen. Hinzu kamen dann die Gespräche in der Schule: In der zehnten Klasse ist vieles interessanter als Mathe. Erst recht, wenn man einiges bis zum erbrechen durchspricht, weil ein paar Leute es immer noch nicht verstanden haben. Oder wenn wieder einmal Übungsaufgaben anstehen, die sich “nebenher” lösen lassen. Also wurde in unserer Ecke eben über Big Brother gesprochen.

Was soll ich sagen? Das Niveau hat sich seit der ersten Sendung – nach dem, was man so mitbekommt – scheinbar nicht spürbar gehoben. Wer sich über 100 Tage rund um die Uhr von Fernsehkameras filmen lässt und zwischendurch fragt, wer denn dieser ominöse “Shakespeare” überhaupt war gehört mit Sicherheit auch nicht zur intellektuellen Oberschicht. Und ob man von solchen Leuten noch hohe berufliche Ambitionen erwarten kann, lasse ich mal dahingestellt. Vielleicht wenn man D-Promi ist und dringend ins Fernsehen muss, um überhaupt mal irgendwo erwähnt zu werden. Es ist also kein Wunder, dass “Big Brother” nicht grade der Gipfel des Bildungsfernsehens ist.

Es stellt sich dafür eine ganz andere Frage: Woher bekommt die Sendung auch nach 10 Staffeln immer noch Zuschauer? Auch wenn die Regeln immer wieder angepasst werden: Im Prinzip ist es doch immer dasselbe. Die Teilnehmer werden so gecastet, dass möglichst viel Streit entsteht und der Fernsehzuschauer darf in den Zusammenfassungen sehen, wer wieder etwas dummes gemacht hat. Spannend! Irgendwann fällt doch eigentlich auch dem letzten Zuschauer auf: “Das habe ich schon zweimal gesehen, es wird irgendwie nicht besser…”.

Vielleicht wäre jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, wo ein hoch investigativer Journalist dieses Phänomen in einer Qualitätssendung aufgreift und untersucht: Aiman Abdallah, wäre das nicht etwas für Galileo Mystery?

Kurze Zwischenmeldung

Ja, ich existiere noch. Das neue Jahr fängt – nach einer kurzen Winterpause – so an, wie das alte Jahr fast aufgehört hätte: Mit lernen, Uni und Examensvorbereitung. Aber die Freizeitaktivitäten liefern einen angenehmen Ausgleich. Ich freue mich jedenfalls auf Avatar, welcher demnächst im Kino ansteht.

Übrigens: Gute Vorsätze für’s neue Jahre habe ich nicht. Ich habe mir gedacht: Wenn es ohnehin nichts zu verbessern gibt, braucht man auch keine guten Vorsätze :P

Infantiler (Schoko-)Weihnachtsmann

Heute habe ich einen Schokoweihnachtsmann bekommen:

Weihnachtsmann_infantilAuch wenn er ziemlich behindert grinst und er insgesamt aussieht, als würde er sich wie ein Honigkuchenpferd über das freuen, was er vor sich sieht: Irgendwie ist er mir doch sympathisch :mrgreen:

Bücherverbrennung 2.0

Ich habe den Blog in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Weihnachten, Uni und die von meinem Bruder geliehene Wii sind aber gute Ausreden denke ich ;)

Heute melde ich mich jedenfalls mit einem Beitrag zum sogenannten “Kölner Aufruf” zurück. Der liegt zwar schon anderthalb Monate zurück, dieses Pamphlet sollte aber jeder lesen, der wissen will, wie wunderbar wissenschaftlich irgendwelche selbsternannten “Medienexperten” formulieren können, wenn es um neue Medien geht. Und wer jetzt denkt: “Da hat doch der Christian Pfeiffer seine Hände im Spiel…”: Stimmt. Der gehört zu den Erstunterzeichnern (Auch wenn ich abschweife: Es ist mir vollkommen schleierhaft, wie so jemand als Professor lehren darf; Was hat der an der Uni unterrichtet? Propaganda für Fortgeschrittene? Wie brülle ich meinen Gegner mit Todschlagargumenten nieder? Unwissenschaftliches Arbeiten lernen in einem Semester?).

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Vorweihnachtsgeschenke

Gestern stand im Uni-Freundeskreis das alljährliche Wichteln an. Ich war eigentlich zu unmotiviert, darüber zu bloggen, aber da ich gestern einen “Mystic Ball” bekommen habe, wurde mir die Entscheidung abgenommen ;)

Das sah – nach der Frage “Sollte ich langsam mal wieder einen Blogeintrag erstellen?” – in etwa so aus:

8-BallAbsolutely

Die Kugel ist interessant. Funktioniert ohne Batterien, man schüttelt und auf dem Display erscheint dann eine Antwort. Ich wollte sie erst mit in die Examensklausur nehmen, leider sind dort derartige Hilfsmittel verboten. Außerdem kann die Kugel leider nur auf Ja/Nein-Fragen antworten.

Verschenkt habe ich übrigens Chez Geek. Zusammen mit einem selbst gebauten Schlitten:

kleiner_schlitten

Größe: ~10cm /~8cm /~25cm (Höhe/Breite/Länge)

Idiotensichere Anweisungen

Ausschnitt einer Glückskeksverpackung (und das Teil war wirklich verdammt schwer zu scannen):

glueckskeksverpckg

“Weizengebäck mit einem Zettel im Inneren, der vor dem Verzehr herauszunehmen ist.”

Hätte ich die Anweisung nicht mehr rechtzeitig gelesen, ich hätte den Zettel glatt mitgegessen. Übrigens werden mir angeblich viele Kleinigkeiten meine Reise verschönern. Sehr gut. Dann warte ich mal auf die Reise, die da angeblich kommt…

Weihnachtliche Mode

Ich mag Christbaumkugeln. Und Nordmanntannen, mit schönen, weichen Nadeln. Wenn man beides kombiniert kommt ein toller Weihnachtsbaum heraus. Auch nett. Das gehört zur Weihnachtszeit einfach dazu.

Christbaumkugeln können allerdings nicht nur für Weihnachtsbäume benutzt werden. Auch bei Adventskränzen, Tischgestecken oder als Fensterbankschmuck sind sie akzeptabel. Echte Multitalente eben.

Aber was treibt einen dazu, Christbaumkugeln (zumindest kleine) als Ohrringe (!) zu nutzen? In der Uni saß heute eine vor mir, die genau das gemacht hat. Wenn man ihr noch Lametta übergeworfen und eine Lichterkette ins Haar geflochten hätte, hätte sie vielleicht einen ganz passablen Weihnachtsbaum abgegeben…