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The West (Erkunde den wilden Westen)

Bauch gegen Brust

Frauen sind normalerweise Brustatmer. Männer eher Bauchatmer. Zumindest hat das gestern ein ausgebildeter Rettungssanitäter erzählt. Ich vermute nicht, dass er dazu fundierte Statistiken vorlegen kann. Aber er wird wohl ausreichend Erfahrung haben.

Bei Wikipedia steht, die Bauchatmung wäre bei Entspannung die normale Atmungsweise. Außerdem sei sie energiesparender. Zur Brustatmung sind die Informationen noch spärlicher. Jedenfalls habe ich spaßeshalber probiert, bewusst Brustatmung einzusetzen. Total unbequem und anstrengend, ich bleibe bei der Bauchatmung…

Feinheiten der deutschen Sprache

Zwei Tage überlege ich inzwischen, wie ich diesen Blogbeitrag formuliere. Dabei will ich doch nur auf Unterschiede zwischen Wörtern hinweisen, die kein Mensch zu kennen scheint. Zumindest werden manche Wörter gerne synonym verwendet, obwohl sie sich in der Bedeutung unterscheiden. Auf ein nettes Beispiel bin ich in den letzten Tagen gestoßen:

Er kann scheinbar nicht vernünftig formulieren.

und

Er kann anscheinend nicht vernünftig formulieren.

hören sich ähnlich an. Und die Bedeutung ist scheinbar die selbe. Anscheinend aber doch nicht, sonst hätte ich den Beitrag hier nicht geschrieben ;)

Das “scheinbar” im ersten Satz bedeutet, dass es nur den Schein hat, als könne er nicht formulieren; in Wirklichkeit kann er es schon. “Anscheinend” drückt dagegen aus, dass die Wirklichkeit nicht bekannt ist. Es hat zwar den Anschein, als könne er es nicht; allerdings ist unklar, ob dies der Wahrheit entspricht.

Warum ich den Beitrag geschrieben habe weiß ich nicht mehr. Zwar finde ich einen gewissen Stil im Sprachgebrauch wichtig. Aber man muss sich nicht in Details verlieren. Viel schlimmer sind Deppenapostrophe (”Hot Dog’s”, “Tante Emma’s Blumenladen”) und falsche Steigerungen (”Das ist der einzigste Fehler im Text”). In solchen Fällen bekomme ich wirklich einen Brechreiz.

Das Ende ist nah!

Pruefung_Klein

Auch ohne Maya-Kalender und Weltuntergangsprophezeiungen bin ich mir ganz sicher: Bald geht es zu Ende. Die Zulassung zur “staatlichen Pflichtfachprüfung” – also den Klausuren im ersten Staatsexamen für das Jurastudium – habe ich. Das Schwierigste ist also geschafft.

Jetzt muss ich die Prüfung nur noch mit einer akzeptablen Note bestehen ;)

[Nachtrag 19.02.2010, 15:20 Uhr]

“Nah” ist übrigens relativ. Die Termine sind voraussichtlich im Mai (Strafrecht und öffentliches Recht) und Juni (Zivilrecht). Es ist trotzdem erschreckend bald :mrgreen:

Nach Frankreich…

…geht’s nicht nur auf Ketten. Was soll ich sagen? Ich habe am Wochenende zum ersten Mal in meinem 26 Jahre andauernden Leben französischen Boden betreten. Ganz gewaltlos und in Zivil. Inkognito sozusagen.

Freitag bin ich über die Sauerlandlinie nach Lahr im Schwarzwald vorgerückt. Das Wetter war optimal, auch die Straßenverhältnisse haben mitgespielt. In Lahr hieß es dann: Kräfte sammeln und sich mental auf den Grenzübertritt vorbereiten. Dafür hatte ich auch den Samstag Zeit, an dem ich unter anderem im nahe gelegenen Freiburg entspannt habe. Die Unterkunft von Freitag bis Sonntag war den Umständen angepasst: Eine Polizeikaserne der Baden-Württembergischen Bereitschaftspolizei.

Sonntag morgen hieß es dann: Frühstück in Straßburg. Ich habe nicht wirklich viel von der Stadt mitbekommen. Es war saukalt, ich hatte Hunger und die Geschäfte waren geschlossen. Die Innenstadt machte aber auf den ersten Blick einen sympathischen Eindruck. Zum zweiten Blick habe ich aus Zeitmangel gar nicht erst angesetzt. Eigentlich ging es auch nur darum, einmal in Frankreich zu stehen damit ich irgendwann sagen kann: Ich war in jedem an Deutschland angrenzenden Land. Jetzt fehlen nur noch Belgien und Luxemburg, dann bin ich durch.

Merkwürdigerweise gestaltete sich der geordnete Rückzug aus Frankreich deutlich schwieriger. Nicht nur, dass das Navigationssystem die anscheinend neuen Straßen in Straßburg nicht kannte und mich deswegen nur unzureichend leiten konnte; Nein, auch das Tanken gestaltete sich etwas schwierig. Und das Wetter wollte mich wohl – zumindest in Nordrhein-Westfalen – mit aller Macht von der Heimat fernhalten. Schneefall und ungeräumte Autobahnen haben das Tempo auf 60-80 km/h gedrosselt. Offensichtlich habe ich trotzdem gewonnen: Gegen 21 Uhr bin ich wohlbehalten in Münster angekommen.

Übrigens: Ich habe noch einen heißen Tipp für diejenigen, die in Lahr ein gutes Restaurant suchen und dabei auch Exoten nicht abgeneigt sind. Das Chada Thai liegt zwar etwas versteckt in einer Seitenstraße, das (thailändische) Essen dort ist aber empfehlenswert. Eine Reservierung ist allerdings alleine deshalb von Vorteil, weil die Anzahl der Sitzplätze dort stark begrenzt ist. Für eine Platzierung ohne Reservierung braucht man zumindest Freitag Abends etwas Glück.

Zwischen Kitsch und Kunst: Avatar

Mit den Gedanken werden fremde Körper gesteuert, während der eigene Körper an irgendwelche technischen Geräte angeschlossen ist. Kampfroboter und schwere Infanterie rücken mit futuristisch anmutender Luftunterstützung gegen den Feind vor. Ein Mann verliebt sich in die Frau eines fremden – eigentlich feindlichen – Volkes. Und in epischen Schlachten kämpfen Menschen gegen Gestalten aus dem Fantasy-Bereich. Wem diese Szenen bekannt vorkommen, hat vermutlich Matrix, Star Wars, Pocahontas und Herr der Ringe gesehen. Oder Avatar, den neuen Film der Titanic-Macher.

Die Story habe ich oben bereits angeschnitten und sie ist auch schnell erzählt: Um das Jahr 2150 herum betreibt ein Konsortium auf einer fremden Welt – Pandora – eine Mine, um einen Rohstoff namens Unobtainium abzubauen. Der Haken: Erstens wird der Planet – der von dichtem Wald bedeckt ist – bereits von den Na’vi bewohnt. Zweitens sind diese Na’vi ein Naturvolk, welches nicht an einem Abbau der Rohstoffe interessiert und daher den Raubbau betreibenden Menschen nicht grade freundlich gesinnt ist.
Um dieses Problem zu beheben wurden Wesen aus Na’vi-DNA geschaffen, die den Na’vi äußerlich stark ähneln, allerdings von Menschen gesteuert werden können. Diese Wesen sollen das Vertrauen der Na’vi gewinnen und ihnen den Lebensstil der Menschen näher bringen.
Jake Sully ist einer der Personen, die ein solches künstlich geschaffenes Na’vi-Wesen – den Avatar – steuern dürfen. Auf seiner ersten Expedition verirrt er sich allerdings und wird daraufhin von den Na’vi langsam in deren Mitte aufgenommen. Während Sully den Na’vi allerdings immer näher kommt, bereitet der leitende Militär – Colonel Quaritch – einen vernichtenden militärischen Schlag gegen die technisch weit unterlegenden Na’vi vor.

Die Story an sich ist solide, aber nicht sonderlich überragend und auch nicht grade von überraschenden Wendungen geprägt. Die Stärke des Films liegt zum einen in seiner Aufzeichnung in 3D, zum zweiten in den überwältigenden Bildern und der liebevollen Ausgestaltung der Pflanzen und Lebewesen auf Pandora. Auch wenn die Bilder zeitweilig ziemlich kitschig anmuten – ein bunt leuchtender Wald und Moos, welches grün blinkt wenn man darauf tritt sind sicher nicht jedermanns Sache – ist es James Cameron doch gelungen, einen großartigen Film zu schaffen, der 2:40 Stunden Unterhaltung pur bietet.
Und so bleiben am Ende nur wenige Fragen offen: Warum stattet man einen ultramodernen Kampfroboter mit einem überdimensionierten Bowiemesser aus? Müssen die Menschen in den Kampfrobotern die Beine bewegen? Und wie kommt eigentlich das Wasser in die Wasserfälle auf den fliegenden Inseln auf Pandora?

Fazit: Ein vor allem technisch begeisternder Film mit solider Story. Jedenfalls das beste Kinoerlebnis seit Gran Torino, reinschauen lohnt sich.

Datensatz Mensch

Die FAZ hat heute in ihrem Feuilleton einen lesenswerten Artikel:

Der Mensch wird zum Datensatz

[...]

Immer mehr Facetten des Lebens finden online oder von Computern erfasst statt, werden zugänglich und gespeichert. Dank drastischer Verbilligung von Speicher- und Verarbeitungskapazitäten werden Algorithmen praktikabel, die in großen Datenmengen von Millionen Nutzern noch die entlegensten Zusammenhänge aufspüren können: Death-Metal-Fans über fünfunddreißig Jahren, die sich für Spanien-Reiseführer interessieren, bestellen überdurchschnittlich oft Babywindeln und Schnuller online. [...]

Weiter bei faz.net

Der verlinkte Artikel stammt aus der Feder von Frank Rieger. Laut dem Infokasten der FAZ ist dieser Sprecher des CCC, allerdings findet man in aktuellen Berichten im Internet auch die Bezeichnung “ehemaliger Sprecher des CCC”.  Ich habe keine Ahnung, welche Bezeichnung richtig ist. Der Qualität des Artikels tut das aber auch keinen Abbruch.

Alt vs. neu…

…oder:

Kleines_A70 vs. Kleines_GT-S5230

Das Siemens A70 gegen das Samsung  GT-S5230. Ja, ich habe ein neues Spielzeug. Und Überraschung: Es erfüllt sogar ansatzweise moderne Standards ;)
Zu den Vor- und Nachteilen:

Pro:

  • Mehr als 12 Stunden Akkulaufzeit im Standby-Modus
  • Speicher für mehr als 50 SMS
  • Farbdisplay

Contra:

  • Immer noch kein W-LAN (Das war mir einfach keine 100 Euro mehr wert; Beim nächsten Mal…)

10 Jahre Vergewaltigung des Niveaus

Vor kurzem habe ich eine Werbung auf RTL2 gesehen. Eine ganz besondere Fernsehshow feiert bald ihren zehnten Geburtstag. Die Rede ist – natürlich – von Big Brother.

Ich gebe zu: Die erste Staffel habe ich sogar verfolgt. Wie das eben immer so ist: Die voyeuristischen Triebe des Durchschnitts-TV-Konsumenten trieben mich dazu. Eine neue Sendung, hoher Werbeaufwand: Man könnte ja etwas verpassen. Hinzu kamen dann die Gespräche in der Schule: In der zehnten Klasse ist vieles interessanter als Mathe. Erst recht, wenn man einiges bis zum erbrechen durchspricht, weil ein paar Leute es immer noch nicht verstanden haben. Oder wenn wieder einmal Übungsaufgaben anstehen, die sich “nebenher” lösen lassen. Also wurde in unserer Ecke eben über Big Brother gesprochen.

Was soll ich sagen? Das Niveau hat sich seit der ersten Sendung – nach dem, was man so mitbekommt – scheinbar nicht spürbar gehoben. Wer sich über 100 Tage rund um die Uhr von Fernsehkameras filmen lässt und zwischendurch fragt, wer denn dieser ominöse “Shakespeare” überhaupt war gehört mit Sicherheit auch nicht zur intellektuellen Oberschicht. Und ob man von solchen Leuten noch hohe berufliche Ambitionen erwarten kann, lasse ich mal dahingestellt. Vielleicht wenn man D-Promi ist und dringend ins Fernsehen muss, um überhaupt mal irgendwo erwähnt zu werden. Es ist also kein Wunder, dass “Big Brother” nicht grade der Gipfel des Bildungsfernsehens ist.

Es stellt sich dafür eine ganz andere Frage: Woher bekommt die Sendung auch nach 10 Staffeln immer noch Zuschauer? Auch wenn die Regeln immer wieder angepasst werden: Im Prinzip ist es doch immer dasselbe. Die Teilnehmer werden so gecastet, dass möglichst viel Streit entsteht und der Fernsehzuschauer darf in den Zusammenfassungen sehen, wer wieder etwas dummes gemacht hat. Spannend! Irgendwann fällt doch eigentlich auch dem letzten Zuschauer auf: “Das habe ich schon zweimal gesehen, es wird irgendwie nicht besser…”.

Vielleicht wäre jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, wo ein hoch investigativer Journalist dieses Phänomen in einer Qualitätssendung aufgreift und untersucht: Aiman Abdallah, wäre das nicht etwas für Galileo Mystery?

Kurze Zwischenmeldung

Ja, ich existiere noch. Das neue Jahr fängt – nach einer kurzen Winterpause – so an, wie das alte Jahr fast aufgehört hätte: Mit lernen, Uni und Examensvorbereitung. Aber die Freizeitaktivitäten liefern einen angenehmen Ausgleich. Ich freue mich jedenfalls auf Avatar, welcher demnächst im Kino ansteht.

Übrigens: Gute Vorsätze für’s neue Jahre habe ich nicht. Ich habe mir gedacht: Wenn es ohnehin nichts zu verbessern gibt, braucht man auch keine guten Vorsätze :P

Infantiler (Schoko-)Weihnachtsmann

Heute habe ich einen Schokoweihnachtsmann bekommen:

Weihnachtsmann_infantilAuch wenn er ziemlich behindert grinst und er insgesamt aussieht, als würde er sich wie ein Honigkuchenpferd über das freuen, was er vor sich sieht: Irgendwie ist er mir doch sympathisch :mrgreen: