Nach Frankreich…

…geht’s nicht nur auf Ketten. Was soll ich sagen? Ich habe am Wochenende zum ersten Mal in meinem 26 Jahre andauernden Leben französischen Boden betreten. Ganz gewaltlos und in Zivil. Inkognito sozusagen.

Freitag bin ich über die Sauerlandlinie nach Lahr im Schwarzwald vorgerückt. Das Wetter war optimal, auch die Straßenverhältnisse haben mitgespielt. In Lahr hieß es dann: Kräfte sammeln und sich mental auf den Grenzübertritt vorbereiten. Dafür hatte ich auch den Samstag Zeit, an dem ich unter anderem im nahe gelegenen Freiburg entspannt habe. Die Unterkunft von Freitag bis Sonntag war den Umständen angepasst: Eine Polizeikaserne der Baden-Württembergischen Bereitschaftspolizei.

Sonntag morgen hieß es dann: Frühstück in Straßburg. Ich habe nicht wirklich viel von der Stadt mitbekommen. Es war saukalt, ich hatte Hunger und die Geschäfte waren geschlossen. Die Innenstadt machte aber auf den ersten Blick einen sympathischen Eindruck. Zum zweiten Blick habe ich aus Zeitmangel gar nicht erst angesetzt. Eigentlich ging es auch nur darum, einmal in Frankreich zu stehen damit ich irgendwann sagen kann: Ich war in jedem an Deutschland angrenzenden Land. Jetzt fehlen nur noch Belgien und Luxemburg, dann bin ich durch.

Merkwürdigerweise gestaltete sich der geordnete Rückzug aus Frankreich deutlich schwieriger. Nicht nur, dass das Navigationssystem die anscheinend neuen Straßen in Straßburg nicht kannte und mich deswegen nur unzureichend leiten konnte; Nein, auch das Tanken gestaltete sich etwas schwierig. Und das Wetter wollte mich wohl – zumindest in Nordrhein-Westfalen – mit aller Macht von der Heimat fernhalten. Schneefall und ungeräumte Autobahnen haben das Tempo auf 60-80 km/h gedrosselt. Offensichtlich habe ich trotzdem gewonnen: Gegen 21 Uhr bin ich wohlbehalten in Münster angekommen.

Übrigens: Ich habe noch einen heißen Tipp für diejenigen, die in Lahr ein gutes Restaurant suchen und dabei auch Exoten nicht abgeneigt sind. Das Chada Thai liegt zwar etwas versteckt in einer Seitenstraße, das (thailändische) Essen dort ist aber empfehlenswert. Eine Reservierung ist allerdings alleine deshalb von Vorteil, weil die Anzahl der Sitzplätze dort stark begrenzt ist. Für eine Platzierung ohne Reservierung braucht man zumindest Freitag Abends etwas Glück.

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One Response to Nach Frankreich…

  1. Pingback: Lahr im Schwarzwald - Blog - 16 Feb 2010

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